Startseite · Legenden & Bräuche · Stafii – Bedeutung: das rumänische Wort für die Geister der Karpaten
Was bedeutet „Stafii“? Das Wort ist rumänisch, uralt und der Namensgeber des zweiten Bandes der Karpaten-Chroniken.
„Stafii“ ist kein erfundener Titel. Im Rumänischen ist es ein alltägliches und zugleich unheimliches Wort: Der Singular lautet stafie, die Mehrzahl stafii – Geister, Gespenster, die Toten, die nicht dort bleiben, wohin man sie gelegt hat.
In rumänischen Wörterbüchern steht stafie neben fantomă (Phantom) und moroi. Es meint die Erscheinung eines Verstorbenen – weniger der blutrünstige Untote der Filme als das, was zurückkehrt und bleibt: eine Stimme, ein Schatten am Fenster, ein Klopfen, hinter dem niemand steht.
Am Fuß der Karpaten spricht man solche Namen nicht laut aus – wer einen Geist beim Namen nennt, ruft ihn. Dazu gehört eine Regel: Ruft dich nachts eine Stimme, antworte nicht. Die stafii sind verwandt mit den Strigoi und Moroi, den Toten, die nicht ruhen. Genau davon erzählen die Karpaten-Chroniken.
Der rumänische Geisterglaube wurde früh von Ethnografen festgehalten: Bereits 1888 widmete die schottische Autorin Emily Gerard den Toten- und Geistervorstellungen Transsilvaniens in ihrem Buch The Land Beyond the Forest ein eigenes Kapitel. Der Volkskundler Heinrich von Wlislocki sammelte 1896 in seinem Aufsatz „Quälgeister im Volksglauben der Rumänen" (Zeitschrift Am Ur-Quell) weitere Berichte über ruhelose Tote, die den Lebenden nachts erscheinen sollen. Diese frühen Aufzeichnungen zeigen: Die stafii sind keine Erfindung des Buches – sie gehören zu einem seit über 130 Jahren dokumentierten Glaubenssystem.
Stafii ist die Mehrzahl von stafie und bedeutet Geister, Gespenster – die Toten, die nicht dort bleiben, wohin man sie gelegt hat. Es ist ein alltägliches und zugleich unheimliches rumänisches Wort.
Die stafii sind weniger der blutrünstige Untote der Filme als das, was zurückkehrt und bleibt – eine Stimme, ein Schatten am Fenster, ein Klopfen, hinter dem niemand steht.
Weil man glaubt, wer einen Geist beim Namen nennt, ruft ihn – dazu gehört die Regel: Ruft dich nachts eine Stimme, antworte nicht.
Sie sind verwandt – alle drei sind die Toten, die nicht ruhen. Genau davon erzählen die Karpaten-Chroniken.
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Die Karpaten-Chroniken von Corben Vale erzählen genau solche Geschichten – nach wahren Begebenheiten. „Das Dorf der Erhängten“ und „Stafii“ sind in sieben Sprachen erschienen.
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